Der Wald ->

  • Er liefert uns Holz, frische Luft und sauberes Wasser.
  • Tieren und Pflanzen bietet er Lebensraum, Nahrung und Schutz.
  • Der Wald schützt seine Umgebung vor Stürmen, Lawinen und Steinschlag.
  • Der Waldboden ist wie ein großer Schwamm. Er kann den Regen
    aufnehmen und festhalten. So verhindert der Wald, dass Hochwasser entsteht. Im Waldboden wird das Wasser gefiltert und gespeichert.
  • Nachhaltige Forstwirtschaft erhält den Wald und seine vielfältigen Leistungen

Bevor wir auf unseren Gemeindewald eingehen,  haben wir Ihnen vorab noch einige allgemeine, sehr interessante Information über den Wald, die Biodiversität und den Lebensraum „Wald“ verlinkt, sei es zur eigenen Info oder als Erklärungs- und Schulungsmaterial.

Unser Wald

Der Zustand unseres Waldes

          • Die Bestände im Forstbetrieb der Gemeinde Niederneisen sind in einem guten Durchforstungszustand.
          • Die Waldflächen zeigen einen hohen Grad an vertikaler Strukturierung und Vorausverjüngung; hier dominiert die Buche deutlich.
          • Der Betrieb hat nahezu seine gesamten Fichten verloren und weist dementsprechend einen deutlichen Anteil an Blößenflächen auf. Die Wiederbewaldung der Kalamitätsflächen ist eine der Aufgaben für das kommende Jahrzehnt.
          • Die konsequente Pflege des Jungwaldes muss ebenfalls weiterverfolgt werden.
          • Die Wald-Wild-Situation ist angespannt, eine natürliche Verjüngung hin zu artenreichen Mischwäldern ist durch den Rehwildverbiss erschwert, eine Einflussnahme seitens der Waldbesitzerin wird dringend empfohlen.
          • Die Erschließungssituation entspricht den Erfordernissen.

Das wollen wir zukünftig tun:

  • Hinwirken auf angepasste Wildbestände
  • Nutzung der natürlichen Verjüngung im Generationenwechsel und ergänzend bei der Wiederbewaldung (breites genetisches Potenzial, standortsangepasst, kein Pflanz schock, risikoärmer und „umsonst“)
  • Pflanzung zusätzlicher, klimatisch geeigneter Baumarten auf den Freiflächen zur Erweiterung des Baumartenspektrums
  • Gezielte Förderung der Mischbaumarten in allen Waldentwicklungsphasen für klimastabilere Mischbestände
  • Förderung / Erhalt der vertikalen und horizontalen Strukturierung und von Totholzanteilen für ein intaktes Waldinnenklima

Das sind unsere Planungsschwerpunkte:

  • Der Hiebsatz wurde im Vergleich zur vorhergehenden Forsteinrichtung um ca. 350 Efm auf 943 Efm/Jahr reduziert. Der Rückgang im Hiebssatz ist dem Verlust der Fichte geschuldet. Der Vorrat soll im kommenden Jahrzehnt moderat aufgebaut werden.
  • Die Baumartengruppe Buche steht bei der Nutzung im Vordergrund, insbesondere in den alten Buchen-Eichen-Mischbeständen.
  • In den älteren Laubholzbeständen liegt das Augenmerk auf dem Generationenwechsel; die Bestände weisen bereits größtenteils Naturverjüngung auf großer Fläche auf, allerdings nahezu ausschließlich von der Baumart Buche.
  • Künstliche Verjüngungsmaßnahmen sind aktuell nur mit einem ausreichenden Wildschutz erfolgsträchtig.
  • Der Betrieb trägt eine besondere Verantwortung für die alten Buchenwälder des LRT „Waldmeister-Buchenwald“ im FFH-Gebiet. Dies ist bei der Bewirtschaftung entsprechend zu berücksichtigen.

In 2024 haben wir eine Forsteinrichtungsplanung beauftragt. Die Präsentation hierzu und der Erläuterungsbericht ist über nachfolgende LINKS zu öffnen. Hier finden Sie eine INVENTUR, eine SITUATIONSANALYSE und die PLANUNG.